Ein Karnevalsmärchen

Es war einmal am Rosenmontag im Jahre 2006, da regierte seineTollität Prinz Udo der swingende Barde und seine liebreizende Prinzessin Annette die rhythmisch Temperamentvolle, ein großes Volk von Narren in einer kleinen Stadt namens Steinheim. Nach einem prachtvollen Rosenmontagsumzug und einem ausgelassenen Rundgang durch die Steim’schen Schankräume versammelte sich das Prinzenpaar samt seinem Gefolge in einer bekannten Klause nahe des ehrwürdigen Kump, um beim dortigen Schankwirt noch einen letzten Abschlußtrunk zu nehmen.

Da traten wie aus heiterem Himmel zwei Spielleute zum Prinzen und sprachen: „Wir sind Andreas und Swen, des Trommelns und des Blasens mächtig und wünschen, zusammen mit Dir, eine muntere Spielschar zu gründen, um fortan mit eigener Musik und Texten dem Volke Pläsier zu bereiten.”

Udo war begeistert und sicher, dass im Rat der Elfen und darum herum einiges an Spielvolk sei, welches ein ähnliches Ansinnen haben mochte. So trennte man sich und ein jeder ging seines Weges. Da aber fortan alle auf anstrengenden Kreuzzügen weit über das Land hinaus verteilt waren, geriet ihre Idee zusehens in Vergessenheit.

Ein langes Jahr ging ins Land, es war nunmehr die Zeit der Regentschaft von Prinz Jürgen, da trafen sich unsere Musikanten am gleichen Orte wieder. Da wurde ein Schwur geleistet, der da lautete:
„Anno 2008 werden wir mit einer bunten Spielschar der nächsten Tollität und seiner Prinzessin huldigen und (möglichst) wohl klingend unsere Musik feil bieten.“
Fortan reisten sie regelmäßig aus fernen Regionen an, um im Kellergewölbe des Swingenden Barden gemeinsam die Instrumente erklingen zu lassen, auf dass es eine rechte Freude war. Und so geschah es, dass sie im Jahre 2008 auf dem Galaabend zum ersten Male ihre fröhliche Musik erschallen ließen.

Und weil das so viel Spaß machte, werden sie wohl auch beim nächsten Mal im Steim’schen Karneval wieder kräftig aufspielen....